{"id":501,"date":"2005-04-06T11:16:14","date_gmt":"2005-04-06T09:16:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alexandra-kuba.at\/wordpress\/?p=501"},"modified":"2019-01-27T12:28:23","modified_gmt":"2019-01-27T11:28:23","slug":"die-brucke-am-fluss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alexandra-kuba.at\/wordpress\/2005\/04\/06\/die-brucke-am-fluss\/","title":{"rendered":"Die Br\u00fccke am Fluss"},"content":{"rendered":"\n<table border=\"0\" width=\"404\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"28\">&nbsp;<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"419\">&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"28\">&nbsp;<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"419\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Die junge Frau springt aus ihrem warmen Bett. Sie sieht durch ihr Fenster die Sonne aufgehen, ganz weit hinter dem Bergkamm. Sie zieht ihre F\u00fc\u00dfe zur\u00fcck, denn der Boden in ihrer Stube ist noch kalt. Doch dann steht sie auf, streift ihr schlichtes Kleid \u00fcber den K\u00f6rper und eilt aus ihrer Kammer hinaus. Der Duft von Tee und der Geruch des Tabaks liegen&nbsp; im Raum, auch wenn es schon vor Jahren war, erinnert sie sich doch noch genau daran. Dabei spiegelt sich ein wohliges Gef\u00fchl in ihrem Gesicht und sie l\u00e4chelt.&nbsp;&nbsp;<p><\/p>\n<p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie verl\u00e4sst das Haus, l\u00e4uft \u00fcber den Garten, Richtung Wald. Sie lacht vor Gl\u00fcck und springt \u00fcber kleine, abgeschlagene B\u00e4ume. L\u00e4uft unerm\u00fcdlich weiter, durch das Waldst\u00fcck, als sie schon das laute Dr\u00f6hnen und Rauschen des Flusses h\u00f6rt. Am Waldesrand angekommen, bleibt sie v\u00f6llig au\u00dfer Atem stehen. Immer noch strahlend schweift ihr Blick am Fluss entlang zur Br\u00fccke. \u201eWird er heute kommen?\u201c, fragt sie sich im Stillen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jeden Morgen l\u00e4uft sie an diese Stelle, wo ihr schon vor langer Zeit ihr Liebster versprochen hatte, er w\u00fcrde zu ihr zur\u00fcckkommen, sie niemals wieder verlassen und immer bei ihr bleiben. Wenn sie fest daran glauben w\u00fcrde, k\u00e4me er \u00fcber die Br\u00fccke und ihr Traum w\u00e4re erf\u00fcllt, denkt sie bei sich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie wartete immer bis die Sonne die Br\u00fccke hell erleuchtete und dann ging sie wieder mit der Hoffnung, eines Tages ihren Liebsten entgegenlaufen zu d\u00fcrfen. Um ihn im Schein der Sonne mitten \u00fcber dem rei\u00dfenden Wasser f\u00fcr immer zu sp\u00fcren.&nbsp;Die Liebe zu ihm war ihr Lebenselixier geworden. Ihre Hoffnung war ungebrochen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein neuer Tag am Ufer und als sie sich schon umdrehen will um zur\u00fcck zu gehen, sieht sie einen Schatten am Anfang der Br\u00fccke. Er wird gr\u00f6\u00dfer und sie erkennt mit gl\u00fccklich, strahlenden Augen den Mann, den sie so sehr liebte.&nbsp;Sie l\u00e4uft ihm entgegen um ihn in ihre Arme zu schlie\u00dfen und nie wieder loszulassen. Endlich ist er da.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Pl\u00f6tzlich f\u00e4llt ein Schuss im Wald, es ist wohl ein J\u00e4ger, der sein Wild erlegt. Erschrocken von dem lauten Hall, gleiten ihre F\u00fc\u00dfe \u00fcber den nassen Br\u00fcckenrand hinab, sodass sie \u00fcber die B\u00f6schung in den Fluss f\u00e4llt. Der rasende Strom reist sie mit sich.&nbsp;Ihre letzten Gedanken sind bei ihrem Liebsten und sie l\u00e4chelt, weil sie die Hoffnung niemals aufgab und er doch letztendlich zu ihr zur\u00fcckkam.<\/p>\n<p>\u00a9 6.4.2005<br>\nkorr.2010\/2019<\/p><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"28\">&nbsp;<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"419\">&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"28\">&nbsp;<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"419\">&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; Die junge Frau springt aus ihrem warmen Bett. Sie sieht durch ihr Fenster die Sonne aufgehen, ganz weit hinter dem Bergkamm. Sie zieht ihre F\u00fc\u00dfe zur\u00fcck, denn der Boden in ihrer Stube ist noch kalt. 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